Ihre Plattform für Kreativität und Wissen
Die Schülerzeitung der Euro-Schulen Chemnitz ist ein Projekt, das von unseren Teilnehmenden gestaltet wird. Hier finden Sie eine vielfältige Sammlung an Inhalten, die von ihren Erfahrungen, ihrem Wissen und ihren Interessen zeugen. Wir sind stolz darauf, eine Stimme für unsere Gemeinschaft zu sein und Einblicke in unser tägliches Lebens mit allen Schwierigkeiten der deutschen Sprache zu geben.
Die erste Ausgabe - August 2026
Unsere Schülerzeitung bietet eine breite Palette an Themen, die alle Aspekte unseres Lernens und Lebens abdecken. Von aktuellen Ereignissen bis hin zu persönlichen Geschichten – hier ist für jeden etwas dabei.
Meine ersten 100 Tage in Deutschland
Was war am Anfang schwer? Wie war die erste Zeit in Deutschland?
Der Integrationskurs 110 berichtet.
Mein (Traum-)Beruf
Was ist mein Beruf? Oder was wäre ich gern von Beruf? Haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem B2 Kurs Traumberufe?
Meine Weg bis C1
Eine Teilnehmerin aus dem C1 Kurs Medizin erzählt über ihren Weg beim Deutschlernen.
Erfahrt, welche Tipps sie hat.
LESEN SIE unten die Texte der Teilnehmenden...
Meine ersten 100 Tage in Deutschland
Der Integrationskurs 110 hat überlegt: Wie waren meine ersten 100 Tage in Deutschland. Was war neu? Was war schwer? Was hat mir gefallen?
Lest hier einige Erfahrungsberichte.
Kseniia
Ich heiße Kseniia. Meine Familie und ich sind im Oktober 2024 nach Deutschland gekommen. Meine Mutter lebt hier seit 2022. Wir sind zu ihr gekommen, weil in der Ukraine Krieg ist und es sehr gefährlich ist.
Die ersten vier Monate haben wir alle zusammen bei meiner Mutter gewohnt. Das war sehr schwer. Jetzt wohnen wir in Chemnitz. Wir haben eine große Wohnung. Mein Mann und ich lernen Deutsch. Unsere Kinder gehen in die Schule und in den Kindergarten.
Ich vermisse meine Heimat sehr. Aber ich möchte zurück an einen Ort, den es so nicht mehr gibt.
Mykola
Ich bin vor einem Jahr nach Deutschland gekommen. Jetzt wohne ich in Chemnitz. Am Anfang war alles neu und ein bisschen schwer. Die Sprache war schwierig und ist für mich auch jetzt nicht einfach. Ich hatte viele Termine. Jeden Tag lerne ich Deutsch und gehe zum Kurs. In meiner Freizeit verbringe ich Zeit mit meiner Familie. Ich habe nette Menschen kennengelernt und viel Hilfe bekommen. Das war sehr gut.
Mein Tipp: Lernen Sie Deutsch und haben Sie Geduld.
Dana
Ich bin am 25. Juli 2026 nach Deutschland gekommen. Jetzt wohne ich in Chemnitz. Am Anfang war ich im Schock, denn alles war neu. Das Warten und die finanzielle Situation waren schwierig. Auch kannte ich niemanden.
Heute lerne ich jeden Tag acht Stunden Deutsch. In meiner Freizeit reise ich gerne durch Deutschland. Mir gefallen die Ordnung und die höflichen Menschen hier sehr. Im Heim haben mir die Mitarbeiter viel geholfen ich habe viele internationale Freunde gefunden.
Mein Tipp: Seid immer höflich lernt geduldig weiter die Sprache!
Oleh
Ich bin am 18. September 2025 mit dem Flugzeug nach Deutschland gekommen. Erstens kam ich in die Stadt Dortmund zu meinem Freund für 2 Tage. Danach fahre ich nach München, von wo ich nach Chemnitz, dann nach Merane und dann nach Limbach-Oberfrohna geschickt wurde. Da bin ich dann geblieben. Es hat mir schlecht gefallen, weil der Umzug anstrengend war und ich lange Zeit in Lagern gelebt habe.
Schwierig für mich waren die deutsche Sprache und die Bearbeitung von Dokumenten. Erstens hatte ich Angst.
Jetzt habe ich Arbeit und besuche einen Deutschkurs. Es ist schwer, aber ich halte durch. In meiner Freizeit sehe ich gern Serien und reise in Sachsen und Deutschland.
Deutschland hat schon Architektur und Natur. Sie gefällt mir. Essen ist auch lecker und nicht so teuer. Zum Glück gab es Leute, die mir beim Umzug und bei den Formalitäten geholfen haben. Ich habe neue Menschen kennengelernt.
Mein Tipp: nicht nervös werden, ein finanzielles Polster haben und Geduld aufbringen.
Eralda
Hier seht ihr ein tolles Plakat von einer Teilnehmerin. Sie hat sich viel Mühe gegeben und toll gestaltet.
Das Plakat könnt ihr auch im Flur in der Schule bewundern.
Katarzyna
Hallo, ich heiße Katarzyna. Ich komme aus Polen und bin 29 Jahre alt. Ich bin 2021 nach Deutschland gekommen. Jetzt wohne ich in Chemnitz, im Stadtteil Morgenleite.
Am Anfang war es nicht leicht. Ich hatte lange Probleme, Arbeit zu finden, weil ich kein Deutsch sprach. Ich dachte oft: ‚Deutschland ist nicht mein Platz‘. Die Sprache, die Kultur und die Bürokratie waren sehr kompliziert. Alles war neu und schwer für mich.
Jetzt besuche ich Deutschkurs in Euro- Schulen und lerne jeden Tag. In meiner Freizeit gehe ich spazieren, koche für meine Familie und treffe Freunde. Ich habe in Deutschland nette Menschen kennengelernt und Hilfe bekommen.
Mein Tipp: Gib nicht auf. Deutsch zu lernen ist sehr wichtig.

Mein (Traum-)Beruf
Der Kurs B2.50 hat über die Berufe geschrieben, oder welchen Traumberuf sie haben. Lest hier einige Beiträge.
Elena
Mein Beruf ist Pharmazeutische Technologin. Mir gefällt es, mit Leuten zu arbeiten. Und ich mag auch Medizin. Ich interessiere mich viel für Medikamente und bin immer neugierig darauf, welche Funktion sie erfüllen. Mit meiner Spezialisierung könnte ich auch in einer Fabrik arbeiten, in der Medikamente hergestellt werden.
Olha
Mein Beruf ist Logopädin. Ich arbeite viel in einer logopädischen Klasse an der Schule, aber auch im Klinikum, wo ich seit 11 Jahren tätig bin. Ich arbeite gern mit Kindern und behandle sie fünf Tage pro Woche.
Meine Arbeitsgeräte sind vor allem ein Spiegel und verschiedene Materialien für die Sprachförderung. Ab und zu sitze ich im Klinikum am Computer und schreibe medizinische Dokumentationen.
Ich liebe meinen Beruf, weil ich gerne mit Menschen arbeite und Kindern bei ihrer sprachlichen Entwicklung helfen kann.
Alex
Mein Traumberuf ist Faulenzer. Man kann lügen und von verschiedenen Dingen träumen. Wenn du die Lügen und Träume in Worten aufschreibst, wirst du ein Schriftsteller sein, wer sie zeichnen kann, wird zum Erfinder oder Künstler.
Valeriia
Mein Traumberuf ist Industriekauffrau. Ich arbeite im Büro und organisiere dort kaufmännische Aufgaben wie Bestellungen, Rechnungen und Termine. Ich mag den Beruf, weil er abwechslungsreich ist und ich gerne mit Zahlen und Menschen arbeite.
Kristina
Mein Traumberuf ist Konditorin. Ich arbeite gerne in der Backstube oder in einer Konditorei. Ich backe Torten, Kuchen und mache leckere Pralinen. Meine Arbeitsmittel sind der Backofen, Mixer, verschiedene Backformen und natürlich viel Schokolade und Mehl. Ich liebe meinen Beruf, weil ich kreativ sein kann und Menschen mit meinen Süßigkeiten glücklich mache.
Oksana
Mein Traumberuf ist Gärtnerin. In der Ukraine habe ich gerne draußen in der Natur gearbeitet. Ich habe Blumen, Bäume und Gemüse gepflanzt und die Pflanzen gepflegt. Ich habe gegossen, mit der Rosenschere geschnitten und Unkraut entfernt.
Meine Arbeitsgeräte waren eine Schaufel, eine Gartenhacke, ein Rasenmäher und andere Maschinen. Manchmal habe ich auch im Gewächshaus gearbeitet, ich mochte die Arbeit und ich möchte hier in Deutschland weiter in diesem Bereich arbeiten.
Rehab
Mein Beruf ist Apothekerin. Ich arbeite in einer Apotheke oder im Krankenhaus. Meine Arbeitsmittel sind natürlich Medikamente, Computer, Rezepte und Labormittel, um die Medikamente herzustellen. Ich berate die Menschen/Patienten, wie sie Medikamente richtig nehmen können und über Gesundheit und Nebenwirkungen von Medikamenten.
Ich liebe meinen Beruf, weil ich kranken Menschen helfen kann und die Medizin interessant finde.
Anastasiia
Mein Traumberuf ist Filmregisseurin. Ich würde gerne mit Menschen, Geschichten und Kunst arbeiten. Ich besitze gute künstlerische Fähigkeiten. Für mich ist es egal: draußen oder drinnen arbeiten. Ich passe mich der Aufgabe gut an. Ich liebe Kino, deshalb möchte ich in diesem Bereich arbeiten.
Mahdi
Meine Traumberuf ist Zerspannungsmechani-ker. Ich arbeite nicht nur mit Computern auch mit Maschinen. Mein Arbeitsgeräte sind Maßstab, Senkrechtwinkel, Feile, Fräsmaschine. Ich stelle zum Beispiel Messschieber her. Ich stelle aus Alu Würfel oder aus Stahl Auto Ersatzteile her.
Yevhen
Mein Traumberuf ist Programmierer. Ich liebe ihn, weil man nicht nur zu Hause arbeiten kann. Man hat auch die Möglichkeit, draußen mit dem Laptop oder im Café zu arbeiten. In manchen Firmen ist es erlaubt, nicht den ganzen Tag zu arbeiten, solange die wichtigsten Aufgaben rechtzeitig erledigt sind. Es ist auch gut, dass man nicht ständig mit anderen kommunizieren muss, weil ich nur meine Arbeitsmittel brauche: einen Laptop und Internet.
Maksym
Mein Traumberuf ist Online-Marketing Manager. Ich habe früher als Koch gearbeitet und jetzt arbeite ich im Bereich SMM (Social Media Marketing) und helfe Restaurants, mehr Kunden zu gewinnen und den Umsatz zu steigern. Ich arbeite oft am Computer und manchmal im Büro. Ich arbeite gern zu Hause und habe oft eine Möglichkeit zu reisen. Ich mache Werbung und plane Marketingkampagnen. Meine Arbeitsgeräte sind ein Computer und ein Handy. Ich liebe meinen Beruf, weil er sehr interessant und flexibel ist.
Vitalina
Mein Beruf ist Managerin. Ich arbeite im Büro. Ich arbeite viel am Computer und telefoniere oft. Ich plane Termine und organisiere die Arbeit. Ich arbeite gern mit Menschen. Ich mag meinen Beruf.

Sofiias Weg bis C1
Wenn du gerade erst anfängst, Deutsch zu lernen, und es dir unmöglich erscheint, kann ich dir sagen, dass ich früher genauso gedacht habe. Aber jetzt sage ich dir: Nichts ist unmöglich!
Am Anfang bist du wie ein kleines Kind – du hörst die Sprache, verstehst aber nichts. Dann verstehst du langsam ein bisschen, kannst aber noch nicht sprechen, weil dein Wortschatz noch klein ist.
Später bist du wie ein etwa dreijähriges Kind: Du verstehst, was von dir erwartet wird, und kannst in einfachen Sätzen antworten. Klar, du machst Fehler, sprichst Wörter falsch aus, aber man versteht dich schon.
So wird die Sprache Schritt für Schritt ein Teil von dir. Alles, was du brauchst, ist Übung!
Wenn du im Bus fährst, nimm deine Kopfhörer ab und höre zu, was die Leute um dich herum sagen. Im Auto? Schalte deutsches Radio ein und hör zu. Wenn du TikTok-Videos anschaust, schau sie dir auf Deutsch an. Willst du einen Film sehen? Schau ihn dir auf Deutsch mit Untertiteln an. Du wirst nicht jedes Wort verstehen, aber du wirst den Sinn erfassen. Musst du mit einem Deutschen sprechen-benutze keinen Übersetzer. Sprich so , wie du kannst, wie ein Dreijähriger oder vielleicht sogar ein Fünfjähriger.
Und vor allem: Hab keine Angst zu sprechen; niemand wird dich verurteilen, wenn du etwas Falsches sagst. Du sprichst bereits mehrere Sprachen, du gibst dir Mühe und du schaffst das!
„Besser etwas unvollkommen tun, als es gar nicht zu tun!“
Wünsche, Anregungen, Kommentare zur Schülerzeitung?
Besuchen Sie uns in Chemnitz
Euro-Schulen Chemnitz
Brückenstr. 8
09111 Chemnitz
Deutschland
E-Mail: chemnitz@eso.de
Telefon: 0371 3356230
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Kommentare
Sehr schön ❤️❤️
Echt schön😍